ERFOLGREICH VERKAUFT: .ALTHIETZINGER Biedermeiervilla mit weiterer Baufläche

29213 Zimmer5.450.000 €
1130 Wien, Hietzing
Ausstattung
BalkonParkplatzKellerHeizungsart: OfenTerrasseLoggia
Alle anzeigen
Preisbewertung
Die Preisbewertung vergleicht den Quadratmeter-Preis einer Immobilie mit ähnlichen Wohnungen innerhalb eines Bezirkes.
5.450.000 €
Top AngebotTop
Gutes AngebotGut
Faires AngebotFair
Energieausweis
EHWB: 196.9 kWh/m2
Kosten
Kaufpreis: 5.450.000 €
Preis pro m²: 18.664,38 €
Provision: 196 200,00 EUR (inkl. MwSt)
Beschreibung

ERFOLGREICH VERKAUFT
im BIETERVERFAHREN
Dieser einmalige „ROHDIAMANT" mit weitläufigem Garten in ALTHIETZING, dessen Straßenfassade unter Denkmalschutz steht, liegt in der Gloriettegasse, die die geradlinige Fortsetzung der Glorietteallee zum Park des ehemaligen Malfatti-Schlösschens ist. Durch den Ausbau des Schlosses Schönbrunn wurde dieses ehemalige Dörfchen zur beliebten Sommerfrische und von Adeligen und Großbürgern um 1800 gartenstadtähnlich mit klassizistischen Landhäusern erweitert. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Villen von den weltberühmten Architekten Josef Hoffmann, Adolf Loos und Jože Plečnik dort gebaut. Auch heute leben dort viele Prominente und erfolgreiche Persönlichkeiten.
Die Villen und Biedermeierhäuser Althietzings atmen noch heute das Flair des Kaiserhauses (u.a. lebte dort die „Vorleserin des Kaisers!" in der Schrattvilla) und der dort ansässigen Adeligen aus und verfügen über die beste Infrastruktur und schnellste U-Bahnanbindung zur City. Sowohl der Schönbrunner Schlosspark mit dem weltberühmten Schloss und Zoo als auch die großzügigen Grünflächen am Fuß des Küniglbergs sind nur wenige Meter entfernt. Zusätzlich sorgen die vom nahen Wienerwald kommenden Westwinde für beste Luftverhältnisse - ein großer Vorteil für Hietzing und insbesondere für Althietzing. Ihre Sicherheit erhöht auch die Nähe zur amerikanischen Residenz und zum ORF-Zentrum.
Diese Villa gehört zum Ensemble des „Lumpazidörfl", welches der Regisseur und Theaterdirektor Carl Carl errichten hat lassen.
Die Häuser Gloriettegasse 31-43, von denen die meisten unter Denkmalschutz stehen, erwecken in ihrer Gesamtheit noch heute den Eindruck eines Straßenzuges aus der Biedermeierzeit. Eine mündliche Überlieferung besagte, dass sie von dem Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor Carl Carl (Pseudonym für Carl Ferdinand Bernbrunn, 1789-1854) aus dem Erlös der besonders erfolgreichen Vorstellungen von Johann Nestroys 1835 uraufgeführtem Stück „Lumpazivagabundus" errichtet wurden. Von da stammt auch die für dieses Ensemble geprägte Bezeichnung „Lumpazidörfl". Diese mündliche Überlieferung wird durch die Grundbuchaufzeichnungen bestätigt. Carl Bernbrunn erwarb zwischen 1834 und 1837 jene Grundstücke, die vordem als Weingärten bzw. als Weinhauerunterkünfte genützt wurden, und ließ auf ihnen das Häuserensemble errichten. Die finanziellen Möglichkeiten für den Bau der Häuser hatte Carl Bernbrunn offensichtlich - er hinterließ nach seinem Tod ein Vermögen von 700 000 Gulden. Für seine Geschäftstüchtigkeit spricht auch die Tatsache, dass die Gebäude ursprünglich als Mietobjekte errichtet worden waren. Die meisten Häuser gingen aber nach wenigen Jahren in das Eigentum verschiedener Käufer über. Die Häuser Gloriettegasse 31-43 weisen sowohl äußerlich als auch in ihrer Grundrissform Ähnlichkeiten auf. Es zeigen sich an allen Objekten der Zeile deutlich typische Merkmale der Zeit. Die meist ohne Abstand aneinandergereihten, zweigeschoßigen Bauten haben häufig zentral gelegene Stiegenhäuser und die meisten von ihnen sind nur teilweise unterkellert. Im Souterrain befanden sich gewöhnlich nur Wirtschaftsräume. Die Küche lag in der Regel im Erdgeschoß, während der erste Stock der Repräsentation vorbehalten war. Hier wurden die Räume in Flucht angelegt; das größer ausgebildete Zimmer in der Mitte war am besten ausgestattet und diente als Salon. Am Außenbau bemerkt man die Betonung der Mitte meist durch einen etwas vorspringenden Bauteil, einen Balkon im Obergeschoß, eine aufwändigere Gliederung der Fassade und mitunter auch durch einen mittig gesetzten Dachausbau.

Diese Villa gelangte 1883 in den Besitz von Rosa Szözeny (spätere Gräfin Ludolf), die es 1926 durch einen Übergabevertrag an die Evangelische Teilgemeinde Wien-Hietzing A. B. weitergab. In dieser Zeit wurde ein hölzernes Unterkunftshaus an der Südgrenze des Grundstückes für Gartenveranstaltungen errichtet. Ziegelfunde an der Südseite des Gartens deuten auf einen ehemals hier gelegenen Wirtschafts- oder Gärtnertrakt hin. Auf einer leichten Erhebung befand sich der Brunnen. 1930 sollte auf dem Gartengrund nach Plänen von Ernst Miksch ein Miethaus mit sechs Wohnungen und zwei Ateliers errichtet werden. Obwohl hierfür 1931 die Baubewilligung erteilt wurde, kam es nicht zur Ausführung dieses Bauvorhabens. Im Zuge einer Dachreparatur wurde um 1970 eine Dachgaube entfernt. Doch bis auf dieses Detail wurde das Dach nach altem Vorbild wieder erneuert. Die Mansarde fand ehemals als Dienstbotenzimmer Verwendung. Nur die Straßenfassade steht seit 1963 unter Denkmalschutz. Fürs ganze Gebäude gilt nur der Ensembleschutz.
Sie können die Villa auch mit einem kleineren Grundstück kaufen, z.B. mit 615 qm .

Auf dem oberen Grundstück ist eine weitere Baufläche mit herrlichem Weitblick mit ca. 187 qm verbaubarer Fläche im Flächenwidmungsplan ausgewiesen, die Sie nach Bauklasse I 7,5 m hoch verbauen können und ca. 587-640 qm Wohnfläche + 70 qm Hütte + Keller+ Terrassen erzielen können . Sie dürfen pro Grundstück 120 qm unterirdisch verbauen.
Vermutlich können Sie so wie der Nachbar noch weitere qm im belichteten Keller oder eine große Dachterrasse ausbauen.
Es steht ein einfacher 70 qm großer Schuppen darauf, der außerhalb der Baufluchtlinien liegt und mit Kanal, Wasser und Strom von unten angeschlossen ist und für die Nutzung als Nebenräume geeignet ist. Es gibt eine Vereinbarung mit dem Nachbarn, dass Sie bis an seine Grundgrenze bauen dürfen und die, in seinem physischen Besitz liegende öffentliche kleine Fläche befahren dürfen.

Diese Liegenschaft grenzt an einen Wald und ist damit absolut ruhig und intim gelegen, insbesondere, da sie am Ende einer, mit einem Tor abgeschlossenen Sackgasse liegt, die öffentliches Gut ist, aber von Privat errichtet und erhalten wurde. (Das Zufahrtsrecht ist nicht erteilt, kann von der Bezirksverwaltung Hietzing aber veranlasst werden oder könnte u.U. über ein Notwegerecht erfolgen.) Sie können aber von unten zufahren.
Das über 2200 qm große Grundstück kann dann abgeteilt werden.


Der Dachboden kann nach Auskunft des Denkmalamts um ca. 150 bis 200 qm ausgebaut werden. Es gibt einen Entwurf über 152 qm + 12 qm Terrasse.
Für die Renovierung der bestehenden ca. 3,3 bis 3,4 m hohen Biedermeierwohnungen sollten Sie zumindest 600.000 € ansetzen.
Bei dem Kaufpreis handelt es sich um einen unverbindlichen Einstiegspreis für das Bieterverfahren, der zu überbieten ist.

Die Verkäufer können das Bieterverfahren jederzeit beenden und sind nicht verpflichtet es dem Bestbieter zu verkaufen.



Lage:
Altstadt, Balkon/Terrasse hofseitig, großer Balkon/Terrasse, Grünblick, Grünlage, Hanglage, öffentl. Verkehrsmittel, repräsentativ, ruhig, sonnig, TG/Garage

Lage
Objektnummer: 132/08504
Ähnliche Objekte